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Peiniger auf dem Dach : Familie von Stephanie steht unter Schock
Es war 7:24 Uhr, als Mario M. urplötzlich zur einer Gebäudewand stürmte und über die vergitterten Fenster vier Stockwerke hoch bis auf das Dach der Dresdner Justizvollzugsanstalt kletterte.
Dresden - Vom Dach aus beobachtete der mutmaßliche Vergewaltiger der heute 14-jährigen Stephanie, die Hände meist in den Hosentaschen vergraben, scheinbar gelassen die Szenerie zu seinen Füßen, wo sich ein Großaufgebot der Polizei eingefunden hatte. Die Familie von Stephanie, die am Donnerstag ursprünglich im Prozess gegen ihren Peiniger aussagen wollte und dies nun platzen ließ, steht unter Schock. Es ist nicht die erste Panne im Fall Mario M.
Was die Bilder des auf dem Dach umherspazierenden Sexualstraftäters in Stephanie auslösten, ist kaum vorstellbar. Fünf Wochen lang war sie ihrem Peiniger, der sie am 11. Januar auf dem Schulweg entführt und in seine Wohnung verschleppt hatte, schutzlos ausgeliefert. Jeden Tag musste sie Gewalt, Schmerzen und die Perversitäten des Mannes ertragen. Er vergewaltigte die damals 13-Jährige immer wieder und filmte seine Verbrechen großteils per Video. Das Mädchen hat gerade erst begonnen, die schrecklichen Erlebnisse aufzuarbeiten. Stephanies Vater Joachim R. war deshalb völlig entsetzt. "Das macht alles kaputt, was wir in den letzten Monaten aufgebaut haben", klagte er in der "Super Illu".
Aussage in separatem Nebenraum
An diesem Donnerstag wollte Stephanie im Prozess vor dem Landgericht Dresden in einem separaten Nebenraum gegen Mario M. aussagen, damit er nie wieder frei kommt. Auf Anraten ihrer Anwälte und Psychologen hat sie nun entschieden, vorerst auf ihre Aussage zu verzichten. "Wer es nicht schafft, den Angeklagten im Gefängnis unter Kontrolle zu behalten, der schafft dies auch nicht im Gerichtssaal", sagte Stephanies Rechtsbeistand Thomas Kämmer auf N24. Die Verantwortlichen müssten endlich begreifen, "das M. ein Gewalt- und Täuschungspotenzial ohne Gleichen" habe.
Den Zeitpunkt für seine Aktion hatte Mario M. offenkundig kalkuliert. Einen Tag vor der geplanten Aussage von Stephanie wollte er möglicherweise versuchen, dadurch den Prozessverlauf zu beeinflussen. Bereits unmittelbar zum Beginn des Verfahrens am Montag hatte er erfolglos versucht, die Öffentlichkeit von der Verlesung der Anklage, die die Abgründe dieses Mannes offenbarte, auszuschließen. Während der Verlesung der Schrift sprang der 36-Jährige dann urplötzlich auf und widersetzte sich den Sicherheitskräften, die ihn schließlich ihn Handschellen abführten.
Angeklagter flüchtet auf Gefängisdach
Wie konnte es also passieren, dass der als gefährlich geltende Angeklagte unbehelligt auf das Dach flüchten konnte? Die Justizbehörden zeigten sich einigermaßen überrascht. Es sei bislang für "unmöglich" gehalten worden, dass ein Gefangener an der Fassade des Gefängnisgebäudes hinauf auf das Dach der erst vor sechs Jahren neu errichteten JVA gelangen könnte, sagte Gefängnisleiter Ulrich Schwarzer. Die Anstalt sei sicherheitstechnisch komplett durchgecheckt worden. Das Justizministerium sieht keine Versäumnisse. Der Angeklagte sei in einer Sonderabteilung untergebracht und stets von zwei Justizbediensteten begleitet worden, sagte Sprecher Martin Marx. Dennoch konnten die beiden Bewacher M.s Flucht aufs Dach nicht verhindern.
Nach Darstellung von Schwarzer nutzte der kleine, stämmige Angeklagte während des morgendlichen Hofgangs einen "Überraschungsmoment" aus und erklomm die Fassade des angrenzenden Gebäudes. An Flucht war freilich nicht zu denken - ihn trennten ganze zehn Meter von den Außenmauern des Gefängnisses. Das Motiv des Angeklagten blieb zunächst unklar. Per Hebebühne nahmen Psychologen Kontakt zu Mario M. auf.
Kritik an Justiz und Sicherheitsbehörden
Justiz- und Sicherheitsbehörden werden sich nun kritischen Fragen stellen müssen, und das nicht zum ersten Mal. Bereits bei den Ermittlungen nach dem spurlosen Verschwinden des Mädchens hatte es Pannen gegeben. Mario M., der schon einmal wegen Missbrauchs eines Mädchens in Haft saß, war zunächst durch das Fahndungsraster gerutscht, weil er im Polizeicomputer nicht unter seiner aktuellen Adresse erfasst war. Spätestens seit heute hat Stephanies Vater das Vertrauen in die Justiz verloren. (tso/AFP)

http://www.zeit.de/news/artikel/2006/11/08/79991.xml
Jetzt stellt euch mal vor er hätte Kontakt nach draußen gehabt und da wär in dem Moment n Hubschrauber oder ähnliches gekommen und das Monster hätte es wirklich geschafft zu entkommen..
Ich zweifel manchmal echt an unserer Justiz. -_-
Was man mit diesem Menschen machen sollte (Meiner Meinung nach) spare ich mir lieber bzw. behalte es lieber für mich.
Peiniger auf dem Dach : Familie von Stephanie steht unter Schock
Es war 7:24 Uhr, als Mario M. urplötzlich zur einer Gebäudewand stürmte und über die vergitterten Fenster vier Stockwerke hoch bis auf das Dach der Dresdner Justizvollzugsanstalt kletterte.
Dresden - Vom Dach aus beobachtete der mutmaßliche Vergewaltiger der heute 14-jährigen Stephanie, die Hände meist in den Hosentaschen vergraben, scheinbar gelassen die Szenerie zu seinen Füßen, wo sich ein Großaufgebot der Polizei eingefunden hatte. Die Familie von Stephanie, die am Donnerstag ursprünglich im Prozess gegen ihren Peiniger aussagen wollte und dies nun platzen ließ, steht unter Schock. Es ist nicht die erste Panne im Fall Mario M.
Was die Bilder des auf dem Dach umherspazierenden Sexualstraftäters in Stephanie auslösten, ist kaum vorstellbar. Fünf Wochen lang war sie ihrem Peiniger, der sie am 11. Januar auf dem Schulweg entführt und in seine Wohnung verschleppt hatte, schutzlos ausgeliefert. Jeden Tag musste sie Gewalt, Schmerzen und die Perversitäten des Mannes ertragen. Er vergewaltigte die damals 13-Jährige immer wieder und filmte seine Verbrechen großteils per Video. Das Mädchen hat gerade erst begonnen, die schrecklichen Erlebnisse aufzuarbeiten. Stephanies Vater Joachim R. war deshalb völlig entsetzt. "Das macht alles kaputt, was wir in den letzten Monaten aufgebaut haben", klagte er in der "Super Illu".
Aussage in separatem Nebenraum
An diesem Donnerstag wollte Stephanie im Prozess vor dem Landgericht Dresden in einem separaten Nebenraum gegen Mario M. aussagen, damit er nie wieder frei kommt. Auf Anraten ihrer Anwälte und Psychologen hat sie nun entschieden, vorerst auf ihre Aussage zu verzichten. "Wer es nicht schafft, den Angeklagten im Gefängnis unter Kontrolle zu behalten, der schafft dies auch nicht im Gerichtssaal", sagte Stephanies Rechtsbeistand Thomas Kämmer auf N24. Die Verantwortlichen müssten endlich begreifen, "das M. ein Gewalt- und Täuschungspotenzial ohne Gleichen" habe.
Den Zeitpunkt für seine Aktion hatte Mario M. offenkundig kalkuliert. Einen Tag vor der geplanten Aussage von Stephanie wollte er möglicherweise versuchen, dadurch den Prozessverlauf zu beeinflussen. Bereits unmittelbar zum Beginn des Verfahrens am Montag hatte er erfolglos versucht, die Öffentlichkeit von der Verlesung der Anklage, die die Abgründe dieses Mannes offenbarte, auszuschließen. Während der Verlesung der Schrift sprang der 36-Jährige dann urplötzlich auf und widersetzte sich den Sicherheitskräften, die ihn schließlich ihn Handschellen abführten.
Angeklagter flüchtet auf Gefängisdach
Wie konnte es also passieren, dass der als gefährlich geltende Angeklagte unbehelligt auf das Dach flüchten konnte? Die Justizbehörden zeigten sich einigermaßen überrascht. Es sei bislang für "unmöglich" gehalten worden, dass ein Gefangener an der Fassade des Gefängnisgebäudes hinauf auf das Dach der erst vor sechs Jahren neu errichteten JVA gelangen könnte, sagte Gefängnisleiter Ulrich Schwarzer. Die Anstalt sei sicherheitstechnisch komplett durchgecheckt worden. Das Justizministerium sieht keine Versäumnisse. Der Angeklagte sei in einer Sonderabteilung untergebracht und stets von zwei Justizbediensteten begleitet worden, sagte Sprecher Martin Marx. Dennoch konnten die beiden Bewacher M.s Flucht aufs Dach nicht verhindern.
Nach Darstellung von Schwarzer nutzte der kleine, stämmige Angeklagte während des morgendlichen Hofgangs einen "Überraschungsmoment" aus und erklomm die Fassade des angrenzenden Gebäudes. An Flucht war freilich nicht zu denken - ihn trennten ganze zehn Meter von den Außenmauern des Gefängnisses. Das Motiv des Angeklagten blieb zunächst unklar. Per Hebebühne nahmen Psychologen Kontakt zu Mario M. auf.
Kritik an Justiz und Sicherheitsbehörden
Justiz- und Sicherheitsbehörden werden sich nun kritischen Fragen stellen müssen, und das nicht zum ersten Mal. Bereits bei den Ermittlungen nach dem spurlosen Verschwinden des Mädchens hatte es Pannen gegeben. Mario M., der schon einmal wegen Missbrauchs eines Mädchens in Haft saß, war zunächst durch das Fahndungsraster gerutscht, weil er im Polizeicomputer nicht unter seiner aktuellen Adresse erfasst war. Spätestens seit heute hat Stephanies Vater das Vertrauen in die Justiz verloren. (tso/AFP)

http://www.zeit.de/news/artikel/2006/11/08/79991.xml
Jetzt stellt euch mal vor er hätte Kontakt nach draußen gehabt und da wär in dem Moment n Hubschrauber oder ähnliches gekommen und das Monster hätte es wirklich geschafft zu entkommen..
Ich zweifel manchmal echt an unserer Justiz. -_-
Was man mit diesem Menschen machen sollte (Meiner Meinung nach) spare ich mir lieber bzw. behalte es lieber für mich.