Die liebe Bahn

Lukas
Da ich schon selbst öfters von diversen Themen abgekommen bin auf die Bahn und anscheinend es Vieles über die Deutsche Bahn zu diskutieren gibt, habe ich mal beschlossen dafür einen eigenen dazu Tread auf zu machen. Ich denke mal, daß es besser so ist.
-Dj-Nic-
Die Bahn is scheisse





:p ^^ Mal im Ernst ich finde die Idee gut einen Thread über die Bahn zu eröffnen.

Hier können wir in Zukunft über die Bahn uns die Finger wund schreiben XD

Ich habe mich mit dem Dilemma Bahn jahrelang auseinander gesetzt, war in Fahrgastverbänden und kenne mich deshalb auch mit den typischen Fehlern und Schwachpunkten im Service ganz gut aus^^
Nadda
ja wat soll man großartig zur DB sagen? schön, dass sie "uns" rumkutschiert aber die verspätungen und ausfälle gehen mal garnicht! das wars von meiner seite aus Augenzwinkern
Gracio
Die Bahn ist scheiße ^^.Aber einen Vortel hat es: Wer zu besoffen ist kann in die Bahn einsteigen und i-wo hinfahren wo er will xD
~LightofDarkness~
Die Bahn kommt.... es fragt sich nur, wann großes Grinsen

also ich kenn ja nu auch n paar leutz, die da arbeiten (Lokführer, Begleiter und Instandsetzer).. und irgendwie scheint das n gewaltiger Kasperverein zu sein..

Mit den Sonderzügen isset auch so witzig: Das Chaos, das es zur LoPa gab kenne ich von der alljährlichen Kieler Woche. Da ist die Bahn grundsätzlich überfordert. Statt mal längere Züge einzusetzen (Fahrzeiten sind ja ok, nur nachts könnten 1-2 extra fahren..) maulen se noch rum. bestes Beispiel: Zug halt hier in meinem Dorf, letzter Bahnhof vor Kiel, darum: alle, die zur Kieler Woche wollen sitzen drin, keiner steigt aus (wenn einer aussteigen wollte, wär eh nicht möglich, weil die leute drinnen schon gestapelt sitzen). Die Leute stehen schon mit Nasen an die Tür gequetscht im Zug, und es wollen noch weitere 100 einsteigen.Da kommt doch allen ernstes ne Durchsage: "bitte weiter durchgehen, wir fahren erst los wenn alle eingestiegen sind, es müssen alle mitkommen" (da fragt man sich: wohin durchgehen? steh doch schon dem mädel neben mir auf den Füßen) Hier könnte die Bahn nun zeigen, dass sie kundenorientiert denkt und künfitig längere Züge/Doppeldecker Waggons einsetzen. Aber nö... das heisst, doch: unter der Woche, wenn der Besucheransturm verhältnismäßig klein ist, da haben sie doppeldecker eingesetzt... am Wochenende, wo alle da hin wollen, da setzt Die Bahn die normalen, kleinen Pendelzüge ein (2-3 kleine Waggons)... super sache, wenn man nachts in den letzten Zug steigen will und feststellt: "egal was passiert: da pass ich nie im leben mehr mit rein".. und wenn man dann zur Bahnangestellten geht, ob es denn möglich sei, die (logischerweise) bereits erworbene Fahrkarte erstattet zu bekommen, oder ob Busse organisiert werden, oder n taxi auf Bahnkosten... patzige Antwort: "ich kann da jetz auch nix machen" und weg war sie...

*ironie an*
und an all dem ist natürlich nicht die Bahn schuld, nein, was fällt den vielen leuten nur ein, mit dem Zug fahren zu wollen... Frechheit!!

*ironie aus*

jedes andere Unternehmen würde sich über Kundenzuwachs freuen, und alles erdenkliche tun, um NOCH MEHR kunden zu gewinnen und zufrieden zu stellen. Aber die Bahn hat das nicht nötig.
Und dann kommt Lukas und jammert rum, wegen unbezahlter Arbeit....
Also, wenn ich noch die möglichkeit habe, neukunden für mich zu gewinnen, dann mach ich gern ma ne stunde länger (unbezahlt), weil es sich am ende für mich auszahlt. Zufriedener Kunde--> Mundpropaganda--->10 neue Kunden---> 10mal mehr Gewinn für mich.
So läuft das im normalen Dienstleistungsgewerbe (was die Bahn ganz genau genommen auch ist)
Lukas
@LoD:

Ok, daß man bei manchen Bahnbediensteten denken könnte man ist im Kasperverein, damit hast Du (leider) Recht. Nur ist es halt nicht die Mehrheit. Und solche Leute findest Du in jeder Berufsgruppe. Denke da nur mal an Feuerwehr, Polizei oder auch Security.

Um auf die Züge bei der Kieler Woche einzugehen:
Deiner Schilderung nach waren es Regionalzüge (Dostos). Dazu mußt Du wissen, daß diese vom Land vertreten durch den Zweckverband bestellt werden. Und anschließend fährt dann die DB oder Metronom oder eine andere private Eisenbahn. D.h., werden nicht mehr oder längere Züge vom Zweckverband bestellt, dann fahren auch nicht längere oder mehr Züge.
Und einfach längere Züge fahren zu lassen geht auch nicht, da sie unter Umständen dann nicht an die Bahnsteige wo sie halten sollen wegen ihrer Länge passen.

Zu der Servicefreundlichkeit der DB:
Sicher könnte man auch freundlich sein und beileibe nicht jeder Bahnangestellter ist unfreundlich. Aber sage mir mal ein Grund warum selbst der freundlichste Mensch freundlich sein soll, wenn er nur vom Gegenüber angemault wird?
Die nächste Sache ist, selbst wenn man es denn fahrgästen freundlich erklärt motzen sie noch einen an.
Und dafür werde ich nicht bezahlt!!! Ich werde dafür bezahlt mein Zug sicher, pünktlich und kostensparend an Ziel zu fahren.
Service sieht bei mir so aus, daß ich z.B. einen IC welchen ich mit 25 Minuten Verspätung in Essen übernehme pünktlich nach Hamburg fahre. Das heißt, bei jedem Haltbahnhof (Münster,Osnabrück,Bremen9 war die verspätung geschrumpft und zwar OHNE das ich schneller gefahren bin als erhalt. Nur durch sehr schnelles Beschleunigen und starkes 8kurzfristiges9 bremsen. Die Fahrgäste hatten dadurch zwar weniger Komfort, waren dafür aber pünktlich.

Zum Thema unbezahlte Arbeit bei mir: War sollte ich unbezahlte Stunden machen? Erstens sind Lokführer Mangelware. Facharbeiter sind ebenfalls Mangelware. Und meine erfahrung sagt mir daß wenn man als Arbeiternehmer Zugeständnisse macht, der Job trotzdem nicht sicherer ist. Also wozu unbezahlte Stunden?

Edit:
Und wegen der Durchsage welcher der eine Lokführer bei Dir/Euch gemacht hat. Da könnt ihr noch froh sein daß er die Leute überhaupt mitgenommen hat. Ich hätte es nämlich nicht! Hatte auch schon solche Fälle gehabt. Da kam allerdings von mir die Durchsage:" Da dieser Zug überfüllt ist, darf Niemand mehr einsteigen! Sollte noch Jemand einsteigen, so steige ich aus und der Zug bleibt stehen da die Sicherheit nicht mehr gegeben ist!".
~LightofDarkness~
also normalerweise können sehr viel längere Züge an unseren Bahnhöfen halten. (tun sie sonst ja auch, wenn sie nicht benötigt werden)

und die service-dame, die mich da so nett angepampt hat: ich war absolsut höflich. oder was ist an "ähm, entschuldigung, besteht die Möglichkeit, dass ich den Betrag erstattet bekomme? und gibt es zusatz-busse oder kann ich ein taxi nehmen und die Rechnung an die Bahn schicken? Früher war das mal möglich..." unhöflich?

Ich weiss schon, wie man sich zu benehmen hat, und ich habe auch vollstes Verständnis dafür, dass es mal stressig sein kann.. und ich erwarte auch nichts unmögliches (nur das, was nach meinem WISSEN möglich ist, wie eben längere Züge wo sonst auch längere fahren)

Das man als zahlender Kunde (!!!) angemault wird, weil der Dienstleister nicht imstande ist, alle Kunden zu bedienen (siehe "weiter durchegehn!!!" in nem überfüllten Zug wo nix mehr ging) geht einfach gar nicht.

Oder schonmal nen Friseur gesehen der gesagt hat "sie haben soviele Haare, die kann ich nicht alle schneiden, rupfen sie erstmal ein paar davon raus!!"
gleiches Prinzip... aber da wäre es n Skandal...

zum edit: du musst aber bedenken: die Leute haben alle bezahlt... für eine leistung, die sie dann nicht erhalten? (der nächste zug ist ja auch voll...) Dann ist es betrug und strafbar... Augenzwinkern
Lukas
@LoD:
Zu der Dame; Jeder hat mal einen schlechten Tag. Auch Du sicher.
Zu der Länge der Regionalzüge: Sie wird bestimmt ducrh die Länge der Bahnsteige UND was der Zweckverband bestellt.
Apropos Zweckverband:
Das Geld aus den Ticketverkauf geht nicht direkt an die Bahnunternehmen sondern erst an den zweckverband. Dieser verteilt dann das geld entsprechend dem vom ihm mit z.B. der DB geschlossenen Verkehrsvertrag. Gibt es da seitens der DB Mängel, so gibt es als Strafe weniger Geld (Einahmen). Aber wie lang die Züge sind, wie oft sie fahren, mit welchen Personal (Schaffner) und wie die Züge auszusehen haben; dies bestimmt der Zweckverband in einer Auschreibung der Regionalverkehrsleistung!

Simmt, die Leute haben ihr Ticket bezahlt oder auch nicht. Aber mit dem Kauf des Tickets steht ihnen nur die Beförderung zu. Wie die aussieht, wird durch die Zweckverbände festgelegt. Und wenn man sich in nen vollen Zug reinquetscht, so bekommt man trotzdem die Leistung für welche man bezahlt hat. Man wird nämlich befördert. Also ist es auch kein Betrug und somit strafbar.
Hinzu kommt noch, daß die meisten Leuten meinen daß sie mit dem Kauf des tickets auch den Menschen als Eisenbahner gekauft haben. So ist es aber nicht!
~LightofDarkness~
schriebst DU nicht in dem vorherigen Post, du hättest niemanden mehr einsteigen lassen? In dem Falle würden sie nicht befördert und es wäre Betrug (warum muss ich immer wiederholen was ich schrieb damit du es verstehst?)
Natürlich hat jeder mal einen schlechten tag. Aber wenn ich in einem Beruf tätig bin, in dem ich engen Kundenkontakt habe, dann darf ich zwar nen schlechten tag haben, es mir aber nicht anmerken lassen. Das ist mein Job. Freundlichkeit gehört dazu, genau wie mein Fachwissen. Wer dies nicht beherrscht gehört nicht in eine Position, die eine solche Kundennähe erfordert.

Ich zeige einigen, schwierigen Kunden hinter meinem Rücken nen stinkefinger. Nach vorne aber lächle ich, berate und mach auf verständnisvoll.

Die Bahn nutzt zu sehr ihre Position, denke ich. Auch wenn es keine Monopolstellung ist, so bleibt einem otto-normal-bürger ja oftmals nichts anderes. Busse fahren deutlich länger, Taxen kosten sehr viel mehr etc. pp.

Ich finds schon traurig: als ich noch Bahnfahrerin war: es wäre vollkommen ausreichend gewesen, wenn ich um 8.05 in die Bahn gestiegen wäre. Dann hätte ich locker ne halbe stunde zeit gehabt, die 10 min fussmarsch zu meiner arbeitsstelle zu bewältigen und einen guten-morgen-kaffee zu trinken. Da diese Bahn jedoch fast täglich 45 min und mehr verspätung hatte musste ich 1 std früher fahren, um pünktlich auf meiner Arbeitsstelle zu sein. Busse fahren so früh noch seltener in meinem Dorf.
Und da wundert es jemanden, das ich nen Hass auf diesen Verein schiebe?? Die haben mir immerhin 3 Jahre lang 1 std schlaf/Tag geklaut!!!! ;o)

Mehr sag ich dazu nicht, ich hab jetzt mein Auto, wenn ich ma (sehr, sehr selten)l nen Zug brauche, dann bin ich i.d.R. so voll das es mir egal ist, oder ich fahr Taxi.
Ausserdem isses mir zu doof, mit "Mr. Bahn 2008" zu diskutieren, wie toll und super sein Arbeitgeber is... wie hochwertig sein Job ist (Anm. hierzu: neulich in der Kieler Nachrichten: "Vom 1 Euro Jobber zum Lokführer".. da hat einer bei der bahn nen 1 euro job gehabt, erst so nen Kleinlok-Schein gemacht, dann nen großen, jetzt isser halt Lokführer)...
und dass ja überhaupt Bahner die besseren Menschen sind, die Fehler machen dürfen die allen anderen nicht verziehen werden... Nein
SKYJACKER
Ich bin froh, ich das mei Auto habe. Ich benutze DB schon seit 1 Jahr nicht mehr und habe es auch gar nicht vor.
Dony
Es steht wohl außer der Frage, dass die Bahn ihre monopolistische Stellung im Nah- und Fernverkehr (aus-) nutzt um die Preise zu erhöhen und etwaige Konkurrenten, wie sie langsam versuchen sich im Nahverkehr zu etablieren (siehe Metronom und Nordwestbahn, hier in Bremen) wieder versucht vom Markt zu drängen.
Doch was ich seltsam finde, ist, dass ständig von Umweltschutz gesprochen wird, eine Reglementierung (oder gar Subventionierung) der Fahrpreise für die Bahn jedoch nie zu Debatte stand.
Auch wenn ich weder Pro-Bahn, noch gegen die Bahn bin: ich bin froh, dass ich das Auto meiner Eltern nutzen kann und für die näher gelegenen Ziele gibts mein Bike und Straßenbahn (ist IMMER pünktlich Augenzwinkern )
Wenn Bahn dann auf Langstrecken und wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Holzer
also mit der bahn fahre ich auch höchstens ein oder zwei mal im jahr und das ist an karneval....
Bin auch einfach ein mensch, der nicht gerne zug fährt...
Dann lieber mit meinem TT, dem Bus oder der Straßenbahn
Partyraiser
Zitat:
Original von Holzer | Heute 23:04 Uhr
[...]
Bin auch einfach ein mensch, der nicht gerne zug fährt...
[...]


Geht mir genau so!
Bin schon als Kleinkind ungerne mit Zügen gefahren und das ist bis heute so.
Da geb ich lieber Geld für Taxi oder Flugzeug aus oder fahr mit meinem eigenen Auto. Augenzwinkern

Wenns hoch kommt fahr ich vielleicht 1x alle 2 Jahre mit der Bahn irgendwo hin.
KillerCat
Zitat:
Original von Holzer | Gestern 23:04 Uhr
....Dann lieber mit meinem TT...



Gib doch nicht so an großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen
Aurikom
Und ich mit meinem Eclipse! LOL


Aber mal im Ernst.
Das Hauptproblem bei der Bahn ist, das sie bis heute noch nicht verstanden haben, daß sie keine Behörde mehr, sondern ein Dienstleister in der freien Marktwirtschaft sind.


Zu den längeren Zügen.
Da wiederrum muss ich dem Lukas mal recht geben.
Auch wenn Dein Bahnsteig vielleicht lang genug ist @LOD, kann es aber sein das unterwegs an den Haltebahnhöfen kürzere Bahnsteige vorhanden sind.
Die Maximallänge eines Zuges richtet sich auch nach dem kürzesten Bahnsteig aller angefahrenen Haltepunkte.

Auch mit dem Zweckverband hat er völlig recht.
Bloß weil der Bahnhof der DB gehört heisst es nicht, das sie dafür verantwortlich ist, wie viele Züge fahren.
Ist seit der Privatisierung der Bahn in den 90ern etwas schwieriger geworden.
Es werden Ausschreibungen gemacht für bestimmte Strecken/bestimmte Züge (besonders im Nahverkehr) und um diese kann sich jedes Eisenbahnunternehmen bewerben.
Da bewirbt sich unter Umständen NUR die Bahn drauf oder auch andere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVUs).
Im Endeffekt ist der Ausschreibende dann für die Vergabe an das EVU seiner Wahl verantwortlich.
Wenn beispielsweise der Zweckverband zur Loveparade nur 20 weitere Züge bestellt, dann könnte die Bahn zwar auch noch 20 weitere einsetzen.
Das wäre aber mit erheblichen - ich nenn sie mal Genehmigungen - verbunden, die nicht so einfach zu bekommen sind.
Gerade in Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet oder Metropolen wie Hamburg, Berlin etc. nicht so ohne weiteres möglich, da der Fahrplan im Normalbetrieb mit den Regelzügen schon sehr eng gestrickt ist.
Da ist es teilweise schwer bis garnicht möglich Züge dazwischen zu schieben.
Ist halt nicht ganz so einfach wie im Strassenverkehr wo ich mich einfach ins Auto setze, mich auf der nächsten Hauptstrasse einfädele und zu Vorder- sowie Hintermann gerade mal 2 Meter platz habe.
Die Bahnstrecken sind in Blockabschnitte eingeteilt.
Ein Block ist in der Regel etwa 1km lang.
In jedem Block befindet sich nur ein Zug und der nächste Zug darf erst in den vor ihm liegendem Block einfahren wenn der Zug der sich darin befindet, diesen komplett verlassen hat.
Vorher steht das Signal auf Rot.
Das dient allein dem Schutz des Bahnbetriebes, da Züge - bedingt durch Ihre enorme Masse und der Physik (Metallrad auf Metallschiene = geringste Reibung aller erdgebundenen Transportmittel) enorm lange bremswege haben.
So ein 3000 Tonnen Güterzug kann schonmal - je nach Wetterverhältnissen - bis zu 800-900Meter Bremsweg haben um von 100 auf 0km/h abzubremsen.
Holzer
Zitat:
Original von KillerCat | Heute 00:18 Uhr
Zitat:
Original von Holzer | Gestern 23:04 Uhr
....Dann lieber mit meinem TT...



Gib doch nicht so an großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen


pah du hast mich noch nicht angeben sehen großes Grinsen
~LightofDarkness~
nochmal zu der länger der züge, zum dritten mal: Auf exakt dieser Strecke (Kiel-Lübeck) fahren sonst auch deutlich längere Züge. Warum ist dies nur an den Wochenenden, an denen (zur Kieler Woche) der riesen-massenansturm ist, nicht möglich? Werden die Bahnsteige am WE zusammengeklappt und sind dann kürzer? verwirrt smilewinkgrin
Holzer
Zitat:
Original von ~LightofDarkness~ | Heute 10:16 Uhr
nochmal zu der länger der züge, zum dritten mal: Auf exakt dieser Strecke (Kiel-Lübeck) fahren sonst auch deutlich längere Züge. Warum ist dies nur an den Wochenenden, an denen (zur Kieler Woche) der riesen-massenansturm ist, nicht möglich? Werden die Bahnsteige am WE zusammengeklappt und sind dann kürzer? verwirrt smilewinkgrin


Ja, die machen dann einfach einen Teil weg Augenzwinkern
~LightofDarkness~
glaub ich allmählich auch...

"sooo, freitag nacht, nu wollen wir mal überall die Bahnsteige kurz machen damit wir keine langen Züge mehr raus schicken können... " Augen rollen
-Dj-Nic-
Zitat:
Original von Aurikom | Gestern 01:03 Uhr
Und ich mit meinem Eclipse! LOL


Aber mal im Ernst.
Das Hauptproblem bei der Bahn ist, das sie bis heute noch nicht verstanden haben, daß sie keine Behörde mehr, sondern ein Dienstleister in der freien Marktwirtschaft sind.


Zu den längeren Zügen.
Da wiederrum muss ich dem Lukas mal recht geben.
Auch wenn Dein Bahnsteig vielleicht lang genug ist @LOD, kann es aber sein das unterwegs an den Haltebahnhöfen kürzere Bahnsteige vorhanden sind.
Die Maximallänge eines Zuges richtet sich auch nach dem kürzesten Bahnsteig aller angefahrenen Haltepunkte.

Auch mit dem Zweckverband hat er völlig recht.
Bloß weil der Bahnhof der DB gehört heisst es nicht, das sie dafür verantwortlich ist, wie viele Züge fahren.
Ist seit der Privatisierung der Bahn in den 90ern etwas schwieriger geworden.
Es werden Ausschreibungen gemacht für bestimmte Strecken/bestimmte Züge (besonders im Nahverkehr) und um diese kann sich jedes Eisenbahnunternehmen bewerben.
Da bewirbt sich unter Umständen NUR die Bahn drauf oder auch andere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVUs).
Im Endeffekt ist der Ausschreibende dann für die Vergabe an das EVU seiner Wahl verantwortlich.
Wenn beispielsweise der Zweckverband zur Loveparade nur 20 weitere Züge bestellt, dann könnte die Bahn zwar auch noch 20 weitere einsetzen.
Das wäre aber mit erheblichen - ich nenn sie mal Genehmigungen - verbunden, die nicht so einfach zu bekommen sind.
Gerade in Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet oder Metropolen wie Hamburg, Berlin etc. nicht so ohne weiteres möglich, da der Fahrplan im Normalbetrieb mit den Regelzügen schon sehr eng gestrickt ist.
Da ist es teilweise schwer bis garnicht möglich Züge dazwischen zu schieben.
Ist halt nicht ganz so einfach wie im Strassenverkehr wo ich mich einfach ins Auto setze, mich auf der nächsten Hauptstrasse einfädele und zu Vorder- sowie Hintermann gerade mal 2 Meter platz habe.
Die Bahnstrecken sind in Blockabschnitte eingeteilt.
Ein Block ist in der Regel etwa 1km lang.
In jedem Block befindet sich nur ein Zug und der nächste Zug darf erst in den vor ihm liegendem Block einfahren wenn der Zug der sich darin befindet, diesen komplett verlassen hat.
Vorher steht das Signal auf Rot.
Das dient allein dem Schutz des Bahnbetriebes, da Züge - bedingt durch Ihre enorme Masse und der Physik (Metallrad auf Metallschiene = geringste Reibung aller erdgebundenen Transportmittel) enorm lange bremswege haben.
So ein 3000 Tonnen Güterzug kann schonmal - je nach Wetterverhältnissen - bis zu 800-900Meter Bremsweg haben um von 100 auf 0km/h abzubremsen.
Und das daraus resultierende Hauptproblem liegt im mageren Schienenetz. Gerade bei den zuletzt ernorm gestiegenen Preisen hätte die Bahn längst ihr Netz erweitern können/müssen. Es wurden in den vergangenen 10 -15 Jahren eine Menge Trassen abgebaut, es wurden mehr langsamfahrstellen eingeführt. auf der Eurobahnstrecke zwischen Elze(Han) und Hameln- Löhne(West) sind schon unattracktive lange Wartezeiten meist bis zu 20 Minuten um den Gegenzug abzupassen. Statt das die zweite Spur erneuert wird, wurde sie abgerissen und zu einer 1 gleisigen Strecke vermacht. Wenn die eine Spur defekt ist oder ein Zug liegen bleibt oder andere diverse Betriebsstörungen anfallen, dann fallen alle Züge in beiden Richtungen aus und die Verspätungen und Ausfälle ziehen sich auf die gesamte Strecke hin.

Stattdessen wird eine teure Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt für Millionen gebaut, obwohl es die alte Rhein-Mainstrecke auch getan hat. Der Grund? Die IC Züge auf der Rhein-Main Strecke haben teilweise keinen Zuschlag gekostet und mit einer Neubaustrecke kann man durch den Einsatz von ICE Zügen und die Umleitung von ICs von der Altbaustrecke auf die Neubaustrecke einen Zuschlag verlangen. Es geht der Bahn nurnoch um Provit, und um ihren für eigentlich unfähig erklärten Börsengang. Dabei muss Service und Attracktiver Preis drunter leiden.


Der Börsengang ist der Grund weshalb die Bahn so teuer und schlecht im Service geworden ist. Mehr dazu beim nächsten Posting Augenzwinkern